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Mehrgenerationenhäuser als Chance sozialer Integration - eine neue Herausforderung für die Soziale Arbeit
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Verfasser: |
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Sicheneder Tobias |
Untertitel: |
Fachbereich: |
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Soziale Arbeit |
Kategorie: |
Sprache: |
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Sozialwesen |
Deutsch |
Hochschule: |
Professor: |
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Katholische Stiftungsfachhochschule Benediktbeuern |
Franz Ebbers |
Seitenzahl: |
Note: |
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129 |
1 |
Typ: |
Abgabetermin: |
| Diplom |
15.04.2008 |
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Preis in EUR: |
Auslieferungsform |
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120.00 |
Direkt vom Verfasser zu beziehen, Ihre Bestellung wird weitergeleitet. |
Beschreibung: |
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SUMMARY
Die vorliegende Arbeit befasst sich mit dem vom Bund initiierten Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser. Es findet eine thematische Auseinandersetzung mit den gesellschaftlichen Bedingungen statt, um herauszufinden, weshalb die Begegnungen zwischen den Generationen heutzutage im öffentlichen Raum gefördert werden müssen. Hierzu werden zunächst die Grundfunktionen der Familie sowie ihre gegenwärtige Situation in der Bundesrepublik Deutschland dargestellt. Im Folgenden wird der vieldiskutierte Struktur- und Funktionswandel der Familie näher beschrieben. Im Anschluss werden Ursachen und Wirkungen des demographischen Wandels auf die Gesellschaft erörtert.
Nach einer definitorischen Bestimmung des Begriffs ?Mehrgenerationenhaus? wird die allgemeine Zielsetzung und Definition der Zielgruppen dargelegt. Darauf aufbauend werden qualitative Interviews, welche in Mehrgenerationenhäusern geführt wurden, vorgestellt. Nach der Klärung des Aufbaus der Interviews und der Durchführung, spielt die Auswertung und Interpretation eine zentrale Rolle. Anhand einzelner fachlicher Kriterien wird das Anforderungsprofil eines Sozialarbeiters in einem Mehrgenerationenhaus skizziert. Im weiteren Verlauf findet eine kritische Auseinandersetzung bezüglich der Implementierung des Aktionsprogramms Mehrgenerationenhäuser statt.
In den weiteren Ausführungen wird das Mehrgenerationenhaus XXX sowie die Gemeinde XY vorgestellt. Anhand dieses Praxisbezugs werden fall- und feldbezogene Ansatzpunkte der Sozialen Arbeit inhaltlich bestimmt. In einer abschließenden Einschätzung wird diskutiert, inwieweit sich Grundlagen des Quartiersmanagements, der Sozialraumorientierung und des Empowerments im Mehrgenerationenhaus XXX sowie im Quartier XY finden lassen.
Diese Arbeit wurde durch eine detaillierte Auseinandersetzung mit themenspezifischer Fachliteratur sowie unter Bezugnahme von Interviews und Gesprächen mit Experten aus der Praxis entwickelt.
I EINLEITUNG
Anfang des 21. Jahrhunderts steht die Bundesrepublik Deutschland vor massiven gesellschaftlichen Umbrüchen und Umwälzungen. Die Politik muss auf komplexe Prozesse, wie beispielsweise die Globalisierung, den demographischen Wandel sowie die Krise des Sozialstaats, angemessen reagieren. Vor allem der demographische Wandel in Deutschland birgt sowohl gesellschaftliche Herausforderungen als auch Chancen.
Bereits heute sind erste Auswirkungen dieses Wandels vielerorts sichtbar, wie etwa die rückläufige Kinderanzahl in Kindergärten und Schulen. Viele Kinder erleben heute nicht mehr das Zusammenleben und den Zusammenhalt verschiedener Generationen, die Verwandtschaftssysteme werden immer kleiner. Die Familie ist heutzutage oftmals zu klein geworden, um die vielschichtigen Problemlagen des Alltags zu meistern. Zudem hat die größer werdende Anzahl von älteren Menschen heute nur noch wenig Gelegenheit, in Kontakt mit der jungen Bevölkerung zu treten.
Bei der Gemeinschaft, der Solidarität und einem Miteinander der Generationen, setzt das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend, an. Mehrgenerationenhäuser werden mit dem Ziel geschaffen, die bestehenden sozialen und räumlichen Strukturen zu berücksichtigen und zu stärken. Die Dienstleistungen und Angebote orientieren sich an den individuellen Bedarfen. Diese werden in Kooperation mit den Akteuren vor Ort ermittelt und gefördert. Mehrgenerationenhäuser sollen langfristig das soziale Kapital der Gesellschaft erhöhen.
Mehrgenerationenhäuser sind die Antwort auf immer offensichtlicher werdender Problemlagen der Gesellschaft, denen mit geläufigen Ansätzen und Methoden nicht mehr begegnet werden kann. Das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser verbindet auf innovative Art und Weise die klassischen sozialarbeiterischen Methoden der Einzelfallhilfe und Gemeinwesenarbeit.
Die nachfolgende Arbeit stellt die Chancen der Integration für einzelne Bevölkerungs- und Altersgruppen, welche durch die Implementierung der Mehrgenerationenhäuser entstehen, vor. Zudem werden die Herausforderungen für die Soziale Arbeit in Bezug auf dieses komplexe Arbeitsfeld herausgearbeitet.
Zu Beginn wird auf die Funktionen und die Bedeutung der Familie eingegangen. Danach wird der viel diskutierte Struktur- und Funktionswandel der Familie be-euchtet sowie ihre gegenwärtige Stellung in der Gegenwart beschrieben. Der darauf folgende Themenschwerpunkt liegt auf dem demographischen Wandel, wobei Tendenzen und Ursachen anschaulich verdeutlicht werden.
Im Hinblick auf die Themenstellung, wird das Aktionsprogramm Mehrgenerationenhäuser vorgestellt. Neben grundlegenden Informationen, spielt die allge-meine Zielsetzung des Programms eine bedeutende Rolle. Kernstück dieses Kapitels sind die, in Mehrgenerationenhäusern geführten Interviews. Erfahrungen mit verschiedenen Anspruchsgruppen, Einschätzungen zu dem gewählten konzeptionellen Weg sowie der Stellenwert der ehrenamtlichen Arbeit in der jeweiligen Einrichtung werden aus Sicht der Experten wiedergegeben. Anschließend wird auf der Grundlage von Telefoninterviews mit Experten aus der Mehrgenerationenhauspraxis ein Anforderungs- und Aufgabenprofil eines Sozialarbeiters in einem Mehrgenerationenhaus gezeichnet.
Im darauf folgenden Kapitel wird das Mehrgenerationenhaus XXX sowie das Quartier XY kurz vorgestellt, um sich anschließend dem fall- und feldbezogenem Handeln im Kontext der Sozialen Arbeit zu widmen. Quartiersmanagement, Sozialraumorientierung und Empowerment werden als Ansatzpunkte, beziehungsweise Prinzipien der Sozialen Arbeit angeführt. Zur praktischen Untermauerung wird exemplarisch jeweils Bezug auf das Mehrgenerationenhaus XXX bzw. das XY genommen.
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