Diplomarbeit.de
    Zur Zeit sind 147 kostenlose Diplomarbeiten online.


Sie sind zur Zeit nicht angemeldet.
E-Mail Adresse:
Passwort:
anmelden!



 
 

Zentralisierungsgrad der Rechtsdurchsetzung am Beispiel der lex mercatoria

in den Warenkorb legen
   

Verfasser:
Mareike Herda

Untertitel:

Fachbereich:
Volkswirtschaftstheorie / Mikroökonomik

Kategorie:

Sprache:
Volkswirtschaftslehre Deutsch

Hochschule:

Professor:
Universität Mainz Kolmar

Seitenzahl:

Note:
69 1

Typ:

Abgabetermin:
Diplom 18.06.2007
Preis in EUR: Auslieferungsform
20.00 Direkt vom Verfasser zu beziehen, Ihre Bestellung wird weitergeleitet.

Beschreibung:
 
Zusammenfassung:


Die vorliegende Arbeit geht der Frage nach, ob und unter welchen Umständen die Entstehung eines Rechtssystems auch ohne staatliche beziehungsweise ohne eine übergeordnete Macht möglich ist. Dazu werden auf Basis konflikttheoretischer Modelle Überlegungen zu einem Zyklus der Zentralisierungsgrade der Rechtsdurchsetzung angestellt.
Üblicherweise wird in der Volkswirtschaftslehre davon ausgegangen, dass bestimmte Güter öffentlicher Art nicht effizient privat bereitgestellt werden können und demzufolge unter staatliche Lenkung fallen. Ein Rechtssystem zählt ebenfalls dazu, weil hohe Kosten der Rechtsdurchsetzung und Überwachung anfallen.

Allerdings kann die Funktionsweise von Institutionen nicht immer mit den weitläufig verbreiteten Modellen erklärt werden. Ein Beispiel dafür ist die mittelalterliche lex mercatoria, bzw das ius mercatorum. Es handelt sich hierbei um ein Kaufmannsrecht, welches bindend für alle Kaufleute und losgelöst von jeglicher staatlicher oder obrigkeitlicher Bindung Jahrhunderte lang das vorrangige Rechtssystem der Kaufleute bildete. Die Besonderheit liegt in der dezentralen Entstehung dieses als Gewohnheitsrecht funktionierenden und von den Kaufleuten selbst durchgesetzten Ordnungsrahmens. Innerhalb der immer größer und intransparenter werdenden Gruppe von Kaufleuten erhielt sich, entgegen der üblichen Annahmen, eine effiziente Selbstorganisation. Der historische Hintergrund und die Inhalte des mittelalterlichen Kaufmannsrechts werden im zweiten Kapital dargestellt.

Darauf aufbauend werden im dritten und vierten Kapitel die verwendeten Modelle erklärt und bereits in den historischen Kontext eingebunden. Die theoretische Fundierung erfolgt anhand von Modellen von Hirshleifer, Grossman und Skaperdas, die den konflikttheoretischen Ansatz gewählt haben, nach dem die Entscheidung eines Individuums zu destruktivem Verhalten auf Basis eines ebenso rationalen Kalküls getroffen werden kann wie die Entscheidung zu produktivem Verhalten wie Tausch oder Kauf.
Das dritte Kapitel beschäftigt sich eingehend mit den Grundlagen rationalen Verhaltens im konflikttheoretischen Sinn und die Entstehung von kooperativen und konfliktären Gleichgewichten in Anarchie. Das vierte Kapitel stellt unter Wohlfahrtsaspekten vergleichend die staatliche, die selbst ? organisatorische und die anarchische Lösung als Gleichgewichtszustand nebeneinander.
Das fünfte und letzte Kapital wendet die Modelle auf die Situation der Kaufleute im Mittelalter an und erarbeitet anhand der unterstellten Verhaltensweisen und Funktionsweisen der Institutionen einen Zentralisierungszyklus der Rechtsdurchsetzung. Anarchie bildet dabei den Ausgangszustand, der sich über die Selbst ? Organisation in Form des ius mercatorum hin zur zentralen Rechtsdurchsetzung durch einen Staat entwickelt und unter gewissen Umständen wieder in anarchische Strukturen zurückfallen kann. Besonders betont wird dabei der Umstand, dass der Staat auf die Entscheidung der Bürger, beziehungsweise der König auf die Zustimmung der Untertanen, bei der effizienten Errichtung eines Rechtssystems angewiesen ist. Diese wiederum treffen eine Entscheidung zwischen Kooperation und Konflikt mit der Obrigkeit und tragen damit maßgeblich zur Veränderung der Zyklen bei. Zentrale Erklärungsvariablen bilden in diesem Modell der Grad der Internalisierung eines Gesetzes, worunter die moralische Akzeptanz verstanden wird, und die Informationsstruktur innerhalb der Gruppe, die ein bestimmtes Rechtssystem anwendet.
Inhaltsverzeichnis:
1 Vorwort
2 Das mittelalterliche Kaufmannsrecht
2.1 Die ?Kommerzielle Revolution?
2.2 Entstehung und Besonderheiten des ius mercatorum
2.3 Wachstum und Bedeutung kaufmännischer Institutionen
2.3.1 Die Messegerichte
2.3.2 Das Konzept der Gilde
2.4 Integration und Fixierung der Lex Mercatoria
3 Strategienwahl in Anarchie
3.1 Die ?dunkle Seite der Macht?
3.2 Gleichgewichte in Anarchie
3.2.1 Friedliche Anarchie
3.2.2 Partielle Kooperation
3.2.3 Gleichgewicht in Konflikt
3.2.4 Macht und Ressourcen
4 Theoretische Überlegungen zum Zentralisierungsprozess
4.1 Vorüberlegung
4.2 Ein König
4.3 Autoritäres Recht vs. Selbstorganisation
5 Die Zyklen der Rechtsdurchsetzung
5.1 Anarchie
5.2 Freiwillige Gewohnheitsrechtsbildung
5.3 Wettbewerb um die Besteuerungsbasis
5.4 Das Entstehen zentraler Rechtsdurchsetzung
5.5 Niedergang staatlicher Rechtsdurchsetzung

   
Durchsuchen Sie unsere
3 Datenbanken



Durchsuchen Sie unsere gesamte Site
Anzahl der Diplomarbeiten im Warenkorb: 228
Inkassopreis: EUR 4628.48
Direktpreis: EUR 35225.21
> Gesamtübersicht
> zum Warenkorb
> zur Bestellung

> Diplomarbeit veröffentlichen

Kontakt/Impressum | Datenschutz | Internet-Sicherheit | Werbung schalten
Die Benutzung dieser Seite schließt die Anerkennung unserer AGB ein.